Ängste – wozu?

Ängste – wozu?

Ängste – wozu?

 

Wer kennt sie nicht – die Angst, dieses unangenehme und lästige Gefühl. Doch was ist Angst? Wie reagiert unser Körper und warum?

 

Angst ist ein Gefühl, was sich bei tatsächlicher oder auch nur vorgestellter Gefahr einstellt. Unser Gehirn reagiert darauf ganz automatisch und schneller als wir schauen können mit drei Varianten: Erstarren, Flucht oder Angriff. Entsprechend stellt sich unser Körper darauf ein, Hormone werden ausgeschüttet, der Blutdruck steigt, der Herzschlag wird beschleunigt, unsere Atmung geht schneller und flacher, oft stellt sich ein Tunnelblick, ganz auf die Gefahr ausgerichtet, ein. Unser Körper ist bereit, möglichst schnell auf die Gefahr zu reagieren. Dies alles läuft ohne unser bewusstes Zutun automatisch ab. Evolutionstechnisch eine ganz wichtige Fähigkeit, die unser Überleben gesichert hat. Und auch heute gibt es noch Situationen, wo diese Fähigkeit wichtig für uns ist. Zum Beispiel, wenn ein Auto auf uns zu rast. Würden wir jetzt erst lange darüber nachdenken, welche Reaktion angebracht ist, hätte das Auto uns schon längst erfasst. Das Gefühl der Angst und die entsprechenden Reaktionen darauf ergeben also auch heute noch Sinn.

 

Doch was ist mit den Ängsten, die aus unseren Gedanken resultieren, die aufgrund unserer Vorstellung existieren, die keine Folge einer tatsächlichen, akuten Gefahr sind? Die Reaktionen darauf sind häufig die gleichen, wie oben beschrieben. Nehmen wir das Beispiel Prüfungsangst: Wir überlegen uns, wie wir der Prüfung entkommen können, indem wir krank werden oder einfach nicht hingehen (Flucht). Wir bekommen bei der Prüfung kein Wort heraus, können keinen klaren Gedanken fassen (erstarren). Oder: Wir beschimpfen den Prüfer, dass das Thema gar nicht im Unterricht durchgenommen worden ist oder die Aufgabenstellung viel zu schwierig ist (Angriff). Keine dieser Reaktionen ist in einer Prüfung wirklich hilfreich. Und auch in anderen Situationen, auf die wir mit Ängsten und Sorgen reagieren, ist es kontraproduktiv, wenn wir keinen klaren Gedanken mehr fassen können, in den Angriff übergehen oder uns der Situation entziehen.

Doch wie können wir mit solchen Ängsten umgehen und vor allem wie können wir Kindern helfen, wenn dieses Angst empfinden? Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.

Weitergehende Unterstützung

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