Gehirndoping für die Schule

Gehirndoping für die Schule

Gehirndoping für die Schule

 

Was braucht eigentlich unser Gehirn, um zu denken, sich etwas merken und lernen zu können? In einer Fernsehsendung bin ich zuletzt über ein Experiment gestolpert. Christiane Stenger, mehrfache Junioren-Gedächtnisweltmeisterin, setze sich in eine Sauna, um herauszufinden, wie sich Wasserverlust in unserem Körper auf unsere Denk- und Merkfähigkeit auswirkt. Normalerweise benötigt sie ungefähr eine Minute um sich 52 Spielkarten in der richtigen Reihenfolge zu merken. Doch nach 15 Minuten in der Sauna ohne Flüssigkeitsaufnahme brauchte sie über vier Minuten. Das Aufsagen der Karten verlief deutlich langsamer und schon bei der neunten Karte trat der erste Fehler auf.

Ohne Wasser geht es also nicht. Es ist wie Benzin für unser Auto. Ist zu wenig im Tank, fängt es an zu stottern. 2,5 Liter Wasser pro Tag sollen hier gut sein.

 

Aber was fördert noch unsere Lern- und Denkfähigkeit oder behindert sie?

Neben Benzin benötigt der Motor unseres Autos auch noch ein gutes Öl. Bezogen auf unser Gehirn ist hiermit die Ernährung gemeint. Unser Gehirn braucht im Vergleich zu unseren anderen Organen überdurchschnittlich viel Energie und zwar in Form von Glukose, reinem Zucker. Wer jetzt glaubt, ein Schokoriegel und ein Glas Limonade vor dem Lernen, brächte das Gehirn so richtig auf Trab, ist leider auf dem Holzweg. Denn der reine Zucker, wie er in Süßigkeiten und Limonaden zu finden ist, geht sofort ins Blut und führt zu einem schnell ansteigenden Blutzuckerpegel. Dieser ruft wiederum unser Insulin auf den Plan, um den hohen Blutzuckerspiegel schnellstmöglich wieder zu senken. Und nach 10 bis 15 Minuten setzen Erschöpfung und Konzentrationsmangel ein. Kohlenhydrate wie sie in Vollkornprodukten, Obst und Gemüse zu finden sind, sind hier die bessere Wahl. Unser Körper verarbeitet diese relativ langsam und das Gehirn wird so gleichmäßig und über einen längeren Zeitraum mit Zucker versorgt.

 

Auch zu wenig Schlaf und negativer Stress, wie zum Beispiel starker Lärm oder psychische Stressfaktoren, verringern unsere Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit. Ein ruhiger Ort ggf. mit leiser Hintergrundmusik, die die Umgebungsgeräusche überdeckt, sowie Entspannungstechniken und regelmäßige Bewegung können hier ab Hilfe schaffen.

 

Hier also die vollkommen legalen Dopingmittel nicht nur für die Schule: ausreichend Schlaf, ein gutes Frühstück und viel Wasser trinken.

 

Weitergehende Unterstützung

Wenn Sie weitergehende Unterstützung für Ihr Kind suchen, können Sie mich gerne kontaktieren und ein kostenloses und unverbindliches Vorgespräch vereinbaren.