Gute Vorsätze und nun?

Gute Vorsätze und nun?

Gute Vorsätze und nun?

 

Pünktlich zum neuen Jahr sind sie wieder da: die vielen guten Vorsätze. Doch so schnell wie sie getroffen sind, so schnell sind sie häufig auch wieder vergessen. Ob es darum geht ein paar Kilos abzunehmen, mehr Sport zu treiben oder mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, diese Vorsätze haben alle eins gemeinsam: sie sind recht unkonkret. Was heißt ein paar Kilos, was mehr Sport oder mehr Zeit? Unser Gehirn kann damit nichts anfangen. Es braucht Bilder. Diese kann es aber nur entwickeln, wenn das Ziel klar ist. Versuchen Sie doch einmal sich „ein paar Kilos” vorzustellen. Wahrscheinlich haben Sie hierbei so Ihre Schwierigkeiten.

 

Eltern erzählen mir häufig, dass Ihr Kind Ihnen hoch und heilig versprochen hätte, mehr für die Schule zu tun. Doch spätestens nach ein paar Tagen scheint das Versprechen vergessen zu sein. Auch hier haben wir es mit einem guten Vorsatz zu tun, der zu unkonkret, zu unverbindlich ist, um wirklich gute Chancen zu haben Realität zu werden. Ein konkret formuliertes Ziel kann hier helfen. Versuchen Sie doch einmal mit Ihrem Kind das Ziel zu konkretisieren, indem Sie folgende Fragen zur Hilfe nehmen:

  • WAS? Was will Ihr Kind erreichen? Was soll die Wirkung sein? Was ist das gewünschte Ergebnis?
  • BIS WANN? Bis wann soll das Ziel erreicht sein?
  • WIE VIEL? Mit wie viel Aufwand soll das Ziel erreicht werden? Wie viel Zeit kann und will Ihr Kind investieren?

 

Dabei ist es wichtig, dass das Ziel realistisch, also auch wirklich erreichbar ist. Gerade jüngere Kinder brauchen hierbei häufig Unterstützung. Formulieren Sie das Ziel positiv. Also nicht: „In der nächsten Englischarbeit schreibe ich kein Fünf.” Sondern besser: „In der nächsten Englischarbeit schreibe ich eine Drei”. Unser Gehirn kann sich nicht „keine Fünf” vorstellen, sondern nur eine „Fünf”. Und so nebenbei bemerkt: Mit einer Sechs wäre das Ziel schließlich auch erreicht, aber sicherlich nicht so wie Sie und Ihr Kind sich das vorgestellt haben.

 

Ist das Ziel klar definiert, lassen sich daraus ganz leicht Handlungsschritte ableiten. Macht man diese kontrollierbar und terminiert sie, dann ist der erste Schritt ins Tun zu kommen schon um einiges leichter.

 

Am besten halten Sie oder Ihr Kind all dies schriftlich fest. Auch gibt es entsprechende Apps fürs Handy, was sicherlich den ein oder anderen Jugendlichen stärker motiviert, eine solche Liste zu erstellen. Ob nun handschriftlich oder per App, können so erledigte Handlungsschritte abgehakt werden. Das macht Spaß und motiviert zum Weitermachen.

 

Daneben hilft es, um bei der Stange zu bleiben, sich immer wieder mit möglichst vielen Details bildlich vorzustellen, wie es sich anfühlt, das Ziel erreicht zu haben. Denn „Alles, was sich ein Mensch vorstellen kann, kann er auch erreichen.” Walt Disney

Weitergehende Unterstützung

Wenn Sie weitergehende Unterstützung für Ihr Kind suchen, können Sie mich gerne kontaktieren und ein kostenloses und unverbindliches Vorgespräch vereinbaren.