Keinen Bock auf Schule

Bei Problemen in der Schule kann ein Coaching helfen.

Keinen Bock auf Schule

 

Ein Thema, welches in meiner Praxis häufig vorkommt, und jetzt, da die Schule wieder beginnt, wieder Fahrt aufnimmt. Frage ich diese Kinder, warum sie zur Schule gehen. So erhalte ich meist die Antwort: „Weil ich muss!”

 

Vielleicht denken Sie jetzt insgeheim: “Jeder muss seine Pflicht erfüllen. Ich muss schließlich auch arbeiten gehen.” Hier lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Fragen Sie sich doch einmal, warum Sie arbeiten gehen. Vielleicht genießen Sie die Anerkennung, die Sie erhalten. Vielleicht haben Sie Angst vor einem sozialen Abstieg. Die Motive können sehr unterschiedlich sein und es lohnt sich für jeden genauer hinzusehen, warum er etwas tut oder eben auch nicht. Denn ohne Motive, also ohne Beweggründe, gibt es keine Motivation.

 

Motive lassen sich stets auf zwei grundsätzliche Antriebe zurückführen: Weg von etwas, was mir im weitesten Sinne Angst macht, oder hin zu etwas, was mir Freude bereitet. Diese Antriebe führen dazu, dass wir dann doch z.B. irgendwann die unliebsame Steuererklärung erledigen, entweder weil wir uns auf die Rückzahlung freuen oder weil wir Angst vor Sanktionen haben.

 

Und so geht es auch unseren Kindern. Sind die Beweggründe nicht stark genug oder gar nicht vorhanden, siegt der innere Schweinehund. So verwundert es nicht, dass manch ein Jugendlicher kurz vor den Zeugnissen zur Höchstform aufläuft und sich fast zu einem fleißigen Schüler entwickelt. Die Angst sitzen zu bleiben ist stärker als die Unlust. Aber nach den Ferien ist alles wieder beim Alten. Und nun? Nehmen Sie sich jetzt die Zeit und setzen Sie sich mit Ihrem Kind in Ruhe hin und finden Sie gemeinsam heraus, was bei Ihrem Kind die größten Motivationskiller sind. Seien Sie offen und vor allem bewerten Sie die Aussagen Ihres Kindes nicht. Überlegen Sie gemeinsam, wie sie diese Motivationskiller abschwächen, beseitigen oder überlisten können. Hat Ihr Kind z.B. Angst durch das Lernen keine Zeit mehr für den geliebten Sport oder die Freunde zu haben, so nehmen Sie dieses Ernst und überlegen gemeinsam wie beides zusammen funktionieren kann.

 

Anschließend fragen Sie Ihr Kind, was gute Gründe für die Schule und für das Lernen sind. Geben Sie die Gründe nicht vor. Denn was gute Gründe für Sie sind, muss noch lange nicht für Ihr Kind gelten. Sollte Ihrem Kind nichts einfallen, versuchen Sie es mit offenen und wertfreien Fragen auf eigene Ideen zu bringen. Lassen Sie Ihr Kind die Ergebnisse aufschreiben oder malen. Setzen Sie sich in der darauffolgenden Zeit regelmäßig zusammen, um zu schauen wie sich die Motivation entwickelt.

 

Und: Erfolge, auch die kleinen, dürfen gefeiert werden. Überlegen Sie sich kleine Überraschungen. Je überraschender und unerwarteter diese Anerkennung ist, desto wirksamer ist sie für das nächste Mal.

Weitergehende Unterstützung

Wenn Sie weitergehende Unterstützung für Ihr Kind suchen, können Sie mich gerne kontaktieren und ein kostenloses und unverbindliches Vorgespräch vereinbaren.